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Ostern in der Altmark

Zu Ostern nach Osterburg – das klingt doch ganz gut!
Zweimal waren wir schon hier, aber immer nur auf der "Durchreise". Diesmal nahmen wir in dieser über 800 Jahre alten Stadt Quartier und stellten fest, dass es hier und in der Umgebung noch viel Neues zu entdecken gab.

21. März: In die Wische – auf Wegen! (?)

Alte ElbeSchon das Fragezeichen verrät, dass wir hier etwas ganz Kompliziertes vorhatten. Wische und Wege sind ja bekanntlich zwei Dinge, die einfach nicht zusammen passen! Aber der Reihe nach: Wir wanderten noch bei relativ trockenem Wetter los. Zeitweise schien sogar die Sonne, aber aufgrund des Regens der vergangenen Tage, Mesebergwaren auch die Wege wieder sehr weich. Bald stellte sich auch der Regen ein, und so erreichten wir das erste Ziel, die Kirche in Ferchlipp, nur unter Schutzausrüstung. Ein Zufall wollte es, dass bei diesem Wetter auch noch ein Einheimischer aus dem Fenster eines benachbarten Hauses sah und uns die Kirche aufschloss. Nach dieser kulturellen Einlage liefen wir weiter nach Neukirchen. Es stand natürlich schon fest, dass dort fast alle das Angebot des Taxitransfers in Anspruch nehmen werden. Nur zwei Teilnehmer liefen weiter. Inzwischen hatte es auch mit Regnen aufgehört. Doch das letzte Stück des Weges war wieder keiner. Als wir endlich in Seehausen angekommen waren sahen noch den Zug am Bahnhof abfahren. Also half wieder nur das Taxi. Ein Glück das der Chauffeur uns überhaupt mitgenommen hat ...

22. März: In memoriam Jürgen Eggebrecht (1898 - 1982)

Der in der Altmark aufgewachsene Schriftsteller schreibt in seinem Buch "Huldigung der nödlichen Stämme" über seine Kindheit in Baben. Wir wollten diesen Landstrich aus unserer Perspektive entdecken. Kirche BabenEin kleiner Bus brachte uns nach Erxleben. BuchsbaumgartenVon dort wanderten wir bei relativ schönem Wetter los. Der Weg hatte dan aber bald ein jähes Ende, na ja, wir haben ja Verständnis für die großen Schläge der Landwirtschaft. Unschön war nur, dass wir wieder 'mal durchs Unterholz kriechen mussten. Durch Möllendorf, Plätz und Bertkow - alles Orte mit sehr schönen Kirchen - erreichten wir schließlich Baben. Im Inneren hörten wir Orgelspiel, das Gotteshaus war aber verschlossen. Schon wollten wir gehen, als wir ein Gesicht am Fenster wahrnahmen, das uns bedeutete, einen Moment zu warten. Bald öffnete sich die Tür, und wir durften nicht nur in das Schiff sondern auch auf den Turm. Das zweite Ziel in diesem Ort war der Buchsbaumgarten von Herrn Hönow - eine Sensation. Ein begeisterter Hobbygärtner zeigte uns sein Reich. Eine schöne Wanderung durch die Feldmark nach Eichstädt rundete den Tag ab. Schade, dass das Gasthaus eine geschlossene Gesellschaft hatte und wir auf den Zug, der wieder einmal Verspätung hatte, im dichten Schneetreiben warten mussten.

23. März: Zwischen Milde und Aland

Von den "richtigen" Wandertagen war das der Schönste. Klein RossauWir liefen von unsere Unterkunft los und hatten Zeit uns den Schlosspark in Krumke in Ruhe anzusehen. Auf dem weiteren Weg grüßte schon die Kirche von Klein Rossau. Aber erst sollten wir nach Groß Rossau gelangen.Meseberg Nach der Früstückspause bei schönstem Wetter, überschritten wir die Biese, durchwanderten Klein Rossau und überschritten die Biese nochmals. Pech, dass sich eine Rinderherde genau unseren Weg aussuchte. So mussten wir einen kleinen Umweg über die Weide machen. Ein langer Fahrweg führte uns dann nach Gladigau. Ehe wir unsere Wandergruppe auseinanderdividierten, erklommen wir den nahe gelegenen Mühlenberg und machten dort oben eine ausgedehnte Mittagspause. Ein Teil der Gruppe fuhr dann altmarkmäßig mit dem Taxi nach Osterburg, aber einige wanderten auch noch ein Stück weiter. In Meßdorf stiegen wir auf den Kirchberg und gingen dann zum Bahnhof. Erfreulicherweise hat es den ganzen Tag nicht geregnet.

24. März: Abschied von Osterburg

OsterburgAm letzen Tag unseres Aufenthaltes wollten wir unter sachkundiger Führung Osterburg einmal richtig kennenlernen. Bei dem Stadtrundgang erfuhren wir viel Neues und vor allen Dingen hatten wir die Möglichkeit die Kirche von Innen zu besichtigen. Kurz vor Mittag wanderten wir dann endlich los. In Polkern hätten wir fast einen Hausfriedensbruch begangen, denn der Wanderweg endete auf einem Gehöft. Aber der freundliche Bauer gestatte uns, seinen Hof zu queren. Dann ging es weiter durch die Wolfsschlucht und auch sonst ganz schön auf und ab bis zum Forsthaus Barsberge. Vorsichtig fragten wir, ob eine unangemeldete Gruppe beköstigt werden könne und durften Platz nehmen - ein schöner Abschluss unserer Wandertage. Auch der Gepäcktransport klappte, und so nahmen wir am Bahnhof in Seehausen unsere sieben Sachen wieder in Empfang und warteten auf den Zug, der uns wieder gen Heimat fahren sollte.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, den soviel ist sicher: Altmark IX wird wieder zu Ostern stattfinden.

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