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Auf dem Oder-Neiße-Ragweg

Nachdem wir im vergangenen Jahr den Nordabschnitt dieses Radwegs abgeschlossen hatten, begannen wir nun auf der Südhälfte entlang zu radeln. Obwohl die Fahrt "immer bergab" ging, waren die Hin- und Rückfahrtwege mit der Bahn doch beträchtlich, und so entschlossen wir uns, die Feiertage über Pfingsten für den ersten Teil dieser Strecke zu nutzen.

Samstag, 10. Mai 2008

Am Morgen ging es zunächst mit der Bundesbahn nach Cottbus und dann mit der Lausitzbahn weiter bis nach Zittau. Mit der Entfernung von Berlin wurde der Zug immer voller, aber in der Lausitzbahn hatten wir uns ja angemeldet. Das war auch gut so, denn hier kontrollierte man die angemeldeten Radfahrer. Mittags in Zittau angekommen machten wir erst 'mal "in Kultur".Neiße

Die größte Sehenswürdigkeit von Zittau, die Fastentücher, ließen wir uns nicht entgehen. Dann schloss sich noch eine kleine Stadtrundfahrt, Kloster Marienthalwobei wir an der Blumenuhr vorbeikamen, an und dann ging es richtig los.

Bald waren wir an der Neiße, an deren Ufer wir weiterfuhren und zunäst Hirchfelde erreichten. An der Kirche konnte man schon ermessen, wie reich der Ort einmal war. In der tiefen Neißeschlucht fuhren wir dann bis zum Kloster St. Marienthal. Die kleine Pause dort war uns sehr recht, wobei wir uns natürlich einige Bauwerke etwas genauer ansahen.

Die Uhr mahnte aber zum Aufbruch, denn bis nach Görlitz war es noch weit. Der Radweg führte fast immer am Fluss entlang und war hervorragend markiert. An einer Stelle, wo Brückenarbeiten stattfanden, war sogar eine Umleitung ausgeschildert. Am späten abend trafen wir in Görlitz ein, bezogen unser Quartier in der Obermühle - und gingen nach dem Abendessen nochmals in die Stadt.

Sonntag, 11. Mai 2008

Kloster MarienthalAm nächsten Morgen wurden die Räder wieder gepackt, und los ging's. Weil wir ja gestern von Gölitz nicht allzuviel sahen, fuhren wir erst einmal in die Stadt, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bei Licht zu betrachten. Leider war in der Pfarrkirche Gottesdienst, so dass wir die Sonnenorgel nur hören konnten. Dann ging es hinab zur Neiße und von da aus wieder hinauf zum Finstertor. Unser nächstes Ziel war Rothenburg. Auf dem Weg dorthin kamen wir an allerlei Mühlen vorbei und berührten fast den östlichsten Punkt Deutschlands. An der größten Touristenattraktion, der Kulturinsel Einsiedel mit dem erste Baumhaushotel Deutschlands sind wir jedoch vorbeigefahren. unterwegsZu lang waren die Schlangen an der Kasse. In Rothenburg haben wir uns "radfahrerfreundlich" gestärkt; ansonsten bot der Ort nicht viel.Dann folgte erstmal eine lange Chausseestrecke. Endlich wieder im Wald waren wir erfreut, unterwegswie gut der Radweg ausgebaut war. Ob sich aber auch die Fußwanderer unserer Meinung anschließen bliebe dahingestellt, war doch der Hauptwanderweg hier durchgängig asphaltiert!

Vorbeifahrend an schönen Häusern erreichten wir schließlich Bad Muskau, unseren nächsten Etappenort. Natürlich war der Tag damit noch nicht beendet. Nach dem Abendessen erkundeten wir noch den Ort; das Fahrrad ließen wir jedoch im Quartier stehen. Beim Zu-Fuß-Gehen werden immerhin andere Muskeln beansprucht!

Montag, 12. Mai 2008

KapelleDer dritte und letzte Tag unserer Radwanderfahrt begann mit einer ausführlichen Rundfahrt durch alle Teile der Muskauer Parklandschaft. Neuse SchlossFürst Pückler hat es den Radfahrern ja nicht gerade leicht gemacht, gehen die Wege doch ständig auf und ab. Erfreulicherweise ist es jetzt auch gestattet, den polnischen Teil des Parks zu besuchen, und so radelten wir auch hier bergauf und bergab. Von den Hängen der Neiße hat man von dort immer einen schönen Ausblick auf das Neue Schloss, dass zum Teil schon wieder sehr gut restauriert ist. Zur Mittagszeit waren wir immer noch in Bad Muskau, doch nun wurde es ja langsam Zeit, aufzubrechen. Der weitere Weg verlief ohne spektakuläre Einlagen. Wir radelten immer an der Neiße entlang bis nach Forst. Obwohl ja zu dieser Zeit noch keine Rosen blühen, versäumten wir es nicht, Rosengartendie herrliche Anlage etwas näher zu betrachten.

Etwas problematisch war die Rückfahrt nach Berlin. Auch hier wurde der Zug immer voller, zuletzt blieben sogar Fahrgäste mit Fahrrad draußen. Ein Glück nur, dass am Berliner Ostbahnhof fast alle Radler den Zug verließen, sonst hätten wir dort den Zug nicht verlassen können. So aber war die erste Rad-Mehrtagesfahrt von Anfang bis Ende ein voller Erfolg, und wir freuen uns schon auf das letzte Stück Oder-Neiße-Radweg.

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